Katze frisst nicht

Wenn die Katze nicht frisst und plötzlich ihr Futter bestreikt, machen Katzenhalter sich schnell Sorgen. Auch, wenn die Gründe nicht immer gravierend sind, ist dies berechtigt. Denn das Verdauungssystem von Katzen ist nicht auf mehrtägige Hungerphasen ausgelegt. Es ist riskant sich nur darauf zu verlassen, dass die Katze mit ausreichend Hunger schon wieder fressen wird.

Zeigt der Stubentiger kein ungewöhnliches Verhalten und ist generell gesund, ist eine einzelne ausgelassene Mahlzeit nicht weiter schlimm. Aber spätestens, wenn auch bei der nächsten Fütterung die Katze nicht frisst wird es wichtig, die Ursache dafür zu suchen.

Katze frisst nicht mehr

Harmlose Gründe, warum die Katze nicht frisst

Nicht immer sind gesundheitliche Probleme Ursache, weshalb die Katze nicht frisst. Prüfen Sie erst die möglichen Gründe, ehe Sie Ihrer Katze durch einen Tierarztbesuch Stress verursachen. Ein Besuch ist hier erst nötig, wenn Sie sicher alle harmlosen Gründe ausschließen können.

Ihre Katze frisst nicht, weil sie schon satt ist

Wenn das Futter im Napf nicht verlockend ist, ist die Katze mitunter einfach satt. Als Freigänger hat sie vielleicht gerade eine erfolgreiche Jagd beendet und ihre Beute gefressen. Manchmal füttern auch die Nachbarn Ihre Katze, oder Ihre Kinder übertreiben es mit den Leckerlis. Und einige Freigänger sind wahre Meister darin, Essensreste aus Mülleimern zu bergen.

Geschmack und Geruch stimmen nicht

Viele Katzen sind sehr mäkelig, wenn es um den Geschmack und Geruch ihres Futters geht. Eine neue Sorte oder eine veränderte Rezeptur desselben Herstellers werden oft abgelehnt. Auch ins Futter gemischte Medikamente führen meist zur Futterverweigerung.

Die Nase der Katzen ist ebenfalls sehr empfindlich. Haben Sie gerade in der Nähe des Futternapfes geputzt, ein stark riechendes Parfum aufgetragen oder eine Duftkerze angezündet, kann dies zur Futterverweigerung führen.

Zu hohe Temperaturen

Sehr hohe Temperaturen über 30°C belasten sie. Da Katzen nicht schwitzen können fällt es ihnen schwer, die Hitze auszugleichen. Durch Hecheln und häufiges Putzen versuchen sie, sich über die Verdunstung abzukühlen.

Ein sehr warmer Sommer mindert den Hunger Ihrer Katze auch dann deutlich, wenn sie schattige Plätze aufsuchen kann oder das Thermometer die 30°C – Marke noch nicht überschritten hat.

Ihre Katze hat großen Stress

Ein Umzug oder eine Renovierung bedeuten für die Katze großen Stress. Aber auch, wenn eine enge Bezugsperson oder andere Katze plötzlich fort ist, Hunde in den Haushalt kommen oder kleine Kinder mit ihr spielen wollen macht ihr dies zu schaffen. Selbst eine neue Katze in ihrem Revier kann zu großem Stress führen. Fehlt ein Ort, an dem die Katze ungestört fressen kann, verweigert sie das Futter oft ganz.

Die Katze ist rollig

Ist eine Katze rollig, ist ihr ganzer Organismus auf Paarung eingestellt. An Futter denkt sie dabei kaum, weshalb sie weniger frisst oder eine Mahlzeiten ganz auslässt.

Eine gesunde Katze wird mit ungefähr 6 Monaten das erste Mal rollig und wird ohne Sterilisation etwa zweimal im Jahr die 8 bis 10-tägige Rolligkeit durchlaufen. Ist die Rolligkeit vorbei, sollte sich ihr Appetit wieder normalisieren.

Gesundheitliche Probleme, weshalb die Katze nicht frisst

Wenn Ihre Katze gesundheitliche Probleme hat, schlägt ihr dies oft auf den Appetit. Leider sind Katzen sehr gut darin, Probleme zu überspielen und so zu verschleppen.

Je besser Sie ihre Katze kennen, desto eher werden Sie erkennen, wenn etwas nicht stimmt. Ist eine zahme Katze plötzlich scheu und aggressiv oder sitzt ein sehr aktives Tier mit einem Mal pathisch in einer Ecke, sind diese Warnzeichen auf jeden Fall ernst zu nehmen.

Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch

Wenn Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch (z.b. auch Zahnstein) das Fressen schmerzhaft machen, rühren Katzen ihren Napf nicht mehr an. Ist sie plötzlich empfindlich bei Berührung an der Kopfseite, ist dies ein gutes Indiz für schmerzhafte Entzündungen.

Seien Sie unbesorgt, wenn der Tierarzt einen oder mehrere Zähne entfernen muss. Katzen können auch mit fehlenden Zähnen problemlos fressen.

Probleme mit der Verdauungsapparat

Entzündungen im Verdauungsapparat oder ein Darmverschluss führen ebenfalls zu Fressunlust und müssen dringend vom Tierarzt behandelt werden. Auch das Verschlucken von unverdaulichen oder scharfkantigen Gegenständen kann zu Problemen oder gar Verletzungen im Verdauungsapparat führen.

Parasiten, Infektionen und Entzündungen

Viele Parasiten, Infektionen oder Entzündungen der Organe können alle dazu führen, dass Ihre Katze nicht fressen will. In jedem Fall ist hier eine schnelle Behandlung durch den Tierarzt wichtig, damit es Ihrer Katze bald wieder besser geht.

Insbesondere Entzündungen der Organe sind der Katze äußerlich nur schwer anzusehen. Ein wichtiger Hinweis für Probleme ist deshalb immer auch ein deutlich verändertes Verhalten.

Verletzungen durch Kämpfe mit anderen Katzen oder gar Hunden sollten immer vom Tierarzt gesäubert werden. Denn Bisswunden neigen dazu, oberflächlich schnell zu verheilen und sich darunter zu entzünden.

Eine Vergiftung

Freigänger ziehen sich leichter eine Vergiftung zu als reine Wohnungskatzen. Denn sie kommen auf ihren Ausflügen schneller mit giftigen Pflanzen und Stoffen oder sogar Giftködern in Berührung. Aber auch Wohnungskatzen sind nicht gänzlich davor sicher: Sie knabbern zum Beispiel an giftigen Zimmerpflanzen oder nehmen durch das Lecken an Salzlampen gefährlich viel Salz auf.

Anzeichen einer Vergiftung sind Krämpfe, apathisches Verhalten, Schaum am Maul, Erbrechen oder Durchfall. Treten diese Symptome auch nur in leichter Form auf, muss die Katze umgehend zum Tierarzt gebracht werden.

Ihre Katze frisst nicht, da sie große Schmerzen hat

Mitunter kann eine Katze so große Schmerzen leiden, dass sie nicht mehr frisst. Freigänger laufen Gefahr, in kämpfe mit anderen Katzen zu geraten oder angefahren zu werden. Wohnungskatzen sind eher dem Risiko ausgesetzt, von Schränken zu stürzen oder sich in Türen und Fenstern einzuklemmen.

Meist wird eine Katze mit Schmerzen sich zurückziehen und deutlich anders verhalten als sonst. Prüfen Sie gerade bei Tieren mit dichtem und langem Fell, ob sie verletzt sind.

Probleme nach einer Operation

Leider treten immer wieder Probleme nach einer Operation auf. Eine Narkose ist immer eine große Belastung für den Organismus der Katze. Manchen Tieren fällt es schwer, danach wieder auf die Beine zu kommen. Informieren Sie sich nach der Operation beim Tierarzt, auf welche Warnzeichen Sie achten müssen.

Vermeiden Sie nach Möglichkeit Operationstermine direkt vor dem Wochenende. So können Sie bei Komplikationen nach der OP die Katze zum behandelnden Tierarzt bringen, der sie bereits kennt. 

So frisst Ihre Katze wieder

Damit Ihre Katze keine Probleme durch eine lange Hungerphase bekommt, muss sie schnell wieder normal fressen. Je eher Sie die Ursache der Futterverweigerung finden, desto eher können Sie diesen Grund beseitigen.

Bei allen gesundheitlichen Problemen sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen. Warten sollten Sie bei Krankheit oder Verletzung niemals. Auch, wenn Sie nicht sicher sind, was die Appetitlosigkeit verursacht, ist der Gang zum Tierarzt die richtige Entscheidung. Am besten speichern Sie zusätzlich auch die Adresse einer größeren Tierklinik ab, falls Ihre Katze am Wochenende erkrankt.

Schließen Sie andere Futterquellen aus

Wenn der Verdacht besteht, dass Ihre Katze sich auch von den Nachbarn füttern lässt, hilft ein offenes Gespräch. Insbesondere, wenn Ihre Katze spezielles Futter benötigt oder Ihre Nachbarn ihr Trockenfutter geben, können Sie so zukünftige gesundheitliche Probleme vermeiden. Verstauen Sie Leckerlis so, dass weder Ihre Katze noch Kinder daran gelangen.

Die Gewöhnung an ein neues Futter

Wenn Sie eine neue Katze bei sich aufnehmen, erleichtern Sie den Übergang mit ihrem vertrauten Futter. Gewöhnen Sie sie zudem langsam an neue Futtersorten: Mischen Sie erst eine kleine Portion des neuen Futters unter die bekannte Sorte und erhöhen Sie die Menge langsam. Auch Katzen, die sich anfangs gegen Barf sträuben, lassen sich so oft überzeugen.

Stress vermeiden und reduzieren

Alles, was den gewohnten Tagesablauf Ihrer Katze deutlich unterbricht, bedeutet für sie Stress. Dazu zählen Umzüge, Renovierungen, viele Besucher oder auch Familienzuwachs.

Wenn Sie wissen, dass eine solche Veränderung bevorsteht, haben Sie die Möglichkeit sich darauf vorzubereiten. Schaffen Sie einen ruhigen Rückzugsort, an dem Ihre Katze nicht gestört wird. Ein getragener Pullover von Ihnen und ihre Lieblingsdecke sorgen durch vertraute Gerüche für Geborgenheit.

Auch am Futterplatz sollte Ihre Katze Ruhe haben. Stellen Sie den Napf so, dass Kinder oder Hunde Ihre Katze nicht beim Fressen stören können.

Abkühlung im Sommer

Nicht nur Ihre Katze wird sich im nächsten Sommer freuen, wenn Ihre Wohnung angenehm kühl ist. Sorgen sie durch richtiges Lüften und heruntergelassene Gardinen dafür, dass sich die Wärme nicht staut.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze ausreichend trinken kann. Auf feuchte Handtücher auf einem Wäscheständer helfen: Katzen legen sich gerne darunter, um die Verdunstungskälte zu nutzen.

Wenn Ihre Katze nicht frisst besteht Handlungsbedarf

Eine plötzliche Weigerung zu fressen sollte Katzenhalter immer stutzig machen und genau hinsehen lassen. Meist sind die Ursachen nicht gravierend, und schon bei der nächsten Mahlzeit frisst Ihre Katze wieder normal.

Verschmäht sie ihr Futter aber weiterhin, müssen die Ursachen gefunden und abgestellt werden. Denn längeres Hungern schadet der Katze, die lange Hungerperioden nicht verträgt. Verhält sie sich ungewöhnlich oder Sie vermuten ein gesundheitlichen Problem, bringen Sie Ihre Katze so schnell wie möglich zum Tierarzt.

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