Trockenfutter Katze

Trockenfutter ist eine Ernährungsart für Katzen und sollte nicht die primäre Ernährungsweise darstellen. Diese Fütterungsart ist für Katzenbesitzer die bequemste Art und auch daher sehr beliebt da es keine Verunreinigungen und Geschmacksgerüche im Haushalt gibt. Als eine dauerhafte Ernährung ist dieses Futterart jedoch nicht zu empfehlen. Viel besser und artgerechter ist Nassfutter oder Barfen. Da es aber dennoch sehr beliebt ist, möchten wir auf dieser Seite unserer Meinung nach besten Marken vorstellen und Ihnen alles weitere Wissenswerte mitteilen.

Unsere Empfehlung für Katzen Trockenfutter ist:

Acana Trockenfutter

Acana Trockenfutter

Das Acana Trockenfutter ist unserer Meinung nach das beste Trockenfutter für Katzen welches auf dem deutschen Markt erhältlich ist. Im Idealfall empfehlen wir jedoch die Fütterung von Nassfutter. Es ist ein sehr hochwertiges Alleinfuttermittel und für alle Rassen und Altersklassen geeignet.

Applaws Trockenfutter

Applaws Trockenfutter

Das Applaws Trockenfutter für Katzen ist „getreidefrei“ und mit laut Herstellerangaben bis zu 80% Fleisch und 20% Gemüse mit ergänzten gesunden Extrakten wie Bierhefe und Lachsöl. In Summe ein gutes Futter wenn da leider nicht der Zusatz von Zucker wäre.

Josera Trockenfutter

Josera Trockenfutter

Das Josera Trockenfutter ist eines der bekanntesten Futter auf dem Markt und bietet in der Regel gute Nährwerte und eine gute Verträglichkeit bei Katzen. Hervorzuheben ist der Preis im Verhältnis zur Leistung. Einzig zu bemängeln ist die doch sehr dürfte Deklaration.

Das Wichtigste in Kürze über Trockenfutter

Auch, wenn es praktisch scheint, ist Trockenfutter schädlich für Katzen. Die vermeintliche Alternative zu Nassfutter besitzt zwar die Vorteile, nicht so leicht zu verderben und sich gut portionieren zu lassen. Allerdings ist es auch verantwortlich für viele gesundheitliche Beschwerden bei Katzen.

Ein großes Problem ist, dass Trockenfutter häufig einen hohen Anteil pflanzlicher Bestandteile hat. Auf diese ist das Verdauungssystem der Katze aber nicht ausgelegt, so dass die Katze stark belastet wird.

Aber auch mit einem hohen Fleischanteil ist nicht unbedingt immer zu empfehlen: Wie jedes Trockenfutter entzieht es der Katze sehr viel Flüssigkeit. Von Natur aus erhalten Katzen 80% bis 90% der benötigten Flüssigkeit aus ihrer Nahrung. Zwar trinken sie mehr, wenn sie Trockenfutter fressen. Jedoch nehmen sie dabei nicht zwingend so viel Wasser auf, um die Fütterung ausgleichen zu können. Der gestörte Wasserhaushalt belastet die Nieren und führt leicht zur Entstehung von Struvit-Steinen, welche lebensgefährlich für Katzen werden können. Hierzu empfehlen wir gerne die Fachlektüre von Hans-Ulrich Grimm „Katzen würden Mäuse kaufen„.

Vor- & Nachteile von Trockenfutter

Vorteile

  • Lange Haltbarkeit
  • Geringere Kosten
  • Einfache Aufbewahrung

Nachteile

  • Nicht artgerecht
  • geringer Fleischanteil
  • Flüssigkeitsmangel
  • Kann zu Nieren und Blasenproblemen führen
  • Oft Füllstoffe, Zucker und Getreide
  • Schlechte Verwertbarkeit
  • Fehlende Nährstoffe

Was im Trockenfutter NICHT enthalten sein sollte

  • Getreide und andere pflanzliche Inhaltsstoffe
  • Fette mit „pflanzlichem“ Ursprung
  • Konservierungsstoffe
  • Zucker und alle chemischen Zuckerformen
  • unnötige Aromen und Geschmacksverstärker
  • zusätzliches Salz

Verbreitete Irrtümer über Trockenfutter

Leider gibt es viele Irrtümer über Trockenfutter, die Katzenhalter schnell glauben lassen, ihren Tieren etwas Gutes zu tun. Deshalb möchten wir hier über die gängigen Irrtümer aufklären.

Getreidefreies Trockenfutter ist gesund

Leider enthält auch getreidefreies Trockenfutter meist einen großen Anteil pflanzlicher Inhalte. Auch Kartoffeln und Karotten belasten den Organismus der Katze. Wenn Sie ein gutes Trockenfutter suchen, wählen Sie lieber eines mit hohem Fleischanteil, keinem Getreide und möglichst wenigen Zusätzen und pflanzlichen Zutaten.

Katze frisst nur Trockenfutter

Dass die Katze nur Trockenfutter frisst ist ein sehr bekannter und weit verbreiteter Trugschluss. Viele Industrie-Katzenfutter enthalten Geruchs- und Geschmacksstoffe, sowie künstliche Enzyme, die den natürlichen Instinkt der Katze täuscht. Es wird der Katze vorgegaukelt, dass es sich um „gutes Futter“ handelt. Weiter werden verschiedene chemisch hergestellte Aminosäuren und diverse Akzeptanz-Verbesserer beigemischt, um den doch unangenehmen Geruch zu überdecken und die Akzeptanz bei der Katze zu verbessern. Wie für unsere Kinder, sollten Sie die Verantwortung für Ihre Katze übernehmen und ein hochwertiges Katzenfutter mit viel Fleisch füttern.

Katzen trinken mehr, wenn sie Trockenfutter fressen

Katzen trinken nicht ausreichend, wenn sie ausschließlich mit trockenem Futter ernährt werden. Denn von Natur aus sind sie darauf ausgelegt, ihren Flüssigkeitshaushalt fast ausschließlich durch ihre Nahrung zu decken. Bei einer Ernährung mit Trockenfutter trinken sie zwar mehr, aber nicht genug.

Trockenfutter pflegt die Zähne 

Anders als vielfach angenommen, pflegt Trockenfutter die Zähne nicht. Denn es wird von der Katze schnell in Krümel zerbissen, so dass es keinen nachweislichen Abrieb von Belag an den Zähnen gibt. Eine Pflegewirkung konnte nie nachgewiesen werden. Darüber hinaus ist das Gebiss der Katze nicht dazu geeignet, um so zu kauen, wie es optimal wäre.

Spezialfutter hilft bei Krankheiten

Viele von großen Herstellern beworbene spezielle Futtersorten sollen gegen Krankheiten wie Harnsteine oder Diabetes helfen. Leider ist dies selten der Fall. Auf Fortbildungen zur Ernährung, die von Tierärzten besucht werden, sind es oft die Futtermittelhersteller, welche die Lehrpläne zusammenstellen. Wichtig bei der Entscheidung, welches Futter das richtige ist, ist deshalb immer auch der Blick auf den Inhalt.

Auch gegen Durchfall sollte es nicht zum Einsatz kommen. Es bekämpft zwar durchaus das Symptom, ändert aber nichts an der Ursache des Durchfalls.

Trockenfutter hilft gegen Übergewicht

Trockenfutter hilft nicht gegen Übergewicht. Tatsächlich enthält es meist noch mehr pflanzliche Zutaten, um die Katze bei verminderter Kalorienaufnahme zugleich satt zu machen. Die Folge davon ist aber auch, dass das Tier weniger Nährstoffe zu sich nimmt und Sie eine Mangelernährung riskieren.

Hohes Alter trotz Trockenfutter

Nicht jede Katze, die ausschließlich so gefüttert wird, hat deshalb gesundheitliche Probleme oder ein kürzeres Leben. Allerdings wird auch nicht jeder Raucher zwingend an Lungenkrebs erkranken. Dennoch wird niemand Zigaretten verharmlosen.

Da Nierenversagen die häufigste Todesursache von Katzen ist und Trockenfutter Nierenprobleme begünstigt, liegt die Vermutung nahe, dass die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen mit artgerechter Ernährung deutlich über den angenommenen 15-20 Jahren liegen würde.

Katzen sollen nicht hungern

Es stimmt, dass Katzen keinesfalls länger als 24 Stunden hungern sollen. Allerdings reicht es vollkommen, wenn berufstätige Katzenbesitzer ihren Katzen morgens und abends Futter anbieten.

Wer Angst hat, dass Nassfutter verderben könnte, kann auf einen Futterautomaten mit integrierter Kühlung zurückgreifen. Begründet ist die Sorge allerdings nicht: Nassfutter verdirbt nicht innerhalb weniger Stunden.

Worauf es bei einer Fütterung von Trockenfutter ankommt

Wenn Sie Ihrer Katze Trockenfutter anbieten wollen, können Sie einiges tun, um dies so schonend und gesund wie möglich zu tun. Grundlegend sollte es jedoch so selten wie möglich verfüttert werden. Als Snack oder in geringen Mengen ist nicht davon auszugehen, dass es der Gesundheit Ihrer Katze schadet. Stellen Sie in jedem Fall ausreichend Wasser zur Verfügung. Platzieren Sie Näpfe an verschiedenen Stellen in der Wohnung, denn nicht jede Katze trinkt gerne an ihrem Futternapf. Sie können es auch anfeuchten und quellen lassen, um so eine ausreichende Wasseraufnahme zu gewährleisten.

Die häufig zugesetzten Aromen und Geschmacksverstärker führen oft dazu, dass Katzen nach einer Gewöhnung an dieses Futter kein Nassfutter mehr anrühren. Hier hilft nur eine langsame Umgewöhnung. Da häufig Zucker enthalten ist und es generell eine höhere Energiedichte hat, kann es leicht zu Übergewicht führen. Behalten Sie deshalb auch die Figur Ihrer Katze im Blick, um eine Belastung der Gelenke und allgemeinen Gesundheit zu vermeiden.

Beliebte Fragen zum Katzen Trockenfutter:

Kann Trocken Katzenfutter zwischendurch gefüttert werden

Ja, es kann natürlich auch zwischendurch gefüttert werden. Bitte bei Fütterung immer zusätzlich ausreichend Wasser bereitstellen.

Was ist im Trockenfutter für Katzen enthalten?

Trockenfutter enthält bis zu 80% Kohlenhydrate. Getreidereste, Fette, synthetisch hergestellte Vitamine, Konservierungsstoffe und andere Zusätze sind oft enthalten. Vor allem aber leider auch pflanzliche Inhaltsstoffe, welche der Katzendarm nicht verarbeiten kann. Oft ist Niereninsuffizienz aufgrund des Wassermangels die Folge.

Woran erkennt man gutes Trockenfutter für Katzen?

Die Inhaltstoffe sind „vollständig“ angegeben. Sprich die Bestandteile sollten 100% ergeben. Der Anteil an „Nebenerzeugnissen“ sollte sehr gering sein, da dies undefinierte Abfälle ohne Nährstoffe sein können. Die Portionen sollten gering sein. Maximum 270 Gramm pro Portion. Da umso weniger Nährstoffe das Futter enthält, umso mehr muss man füttern. Kein Zucker, Getreide dafür aber Gemüse und Reis mit Kalzium und Zink.

Worauf beim Trockenfutter achten?

Idealerweiße sollten Sie lieber Nassfutter verfüttern. Wenn Sie aber dennoch, trotz der vielen Nachteile lieber Trockenfutter füttern sollten Sie darauf achten, dass kein Getreide, kein Zucker und ein hoher Anteil (über 70%) Trockenfleisch oder Fleischmehl und ausreichend Taurin enthalten ist. Was schädlich ist erfahren Sie hier bei T-Online.

Fazit: Wenn Trockenfutter, dann sehr hochwertig!

Trockenfutter ist für Katzen nicht geeignet und sollte nicht als Alleinfuttermittel verwendet werden. Wenn es allerdings zeitweise zugefüttert werden soll, sollte die Wahl auf ein möglichst hochwertiges Futter fallen.

Wählen Sie eine Sorte mit hohem Fleischanteil, die kein Getreide und möglichst wenig pflanzliche Zutaten enthält. Auch Zusätze wie Konservierungsmittel, Zucker, Aromen und Geschmacksverstärker sollten nicht enthalten sein.