Heilige Birma Katze

Die Heilige Birma Katze ist eine stämmige, mittelgroße Katze mit einem etwas gestreckten Körper und kräftigen Beinen. Das Fell ist halblang mit seidiger Textur. Es filzt nicht. Das macht die Katze, trotz der Haarlänge, sehr pflegeleicht. Sie braucht nur hin und wieder gebürstet zu werden. Besonders bei kastrierten Katzen ist das Fell sehr üppig. Am Hals trägt die Birma eine schöne Halskrause.

Die Birmakatze hat einen kräftigen Kopf mit schönen blauen Augen, einer „römischen Nase“ und gut ausgeprägten Wangen. Da die Birma Katze zur Gruppe der Pointkatzen zählt, sind bei ihr nur die kühleren Körperpartien ausgefärbt. Die Pigmentierung beschränkt sich also auf das Gesicht, die Ohren, die Beine und den Schwanz. Bei richtigem Birma-Katze Katzenfutter kann das Fell auch von innen gepflegt werden. Die Bedingung ist, dass das Katzenfutter nährstoffreich sein sollte.

Es gibt zur Zeit folgende anerkannte Pointfarben:

  1. Solid-Point: seal-point, blue-point, chocolate-point, lilac-point, red- point, creme-point
  2. Tortie-Point: seal-tortie-point, blue-tortie-point, chocolate-tortie-point, lilac-tortie-point
  3. Tabby-Point: Tabby-Variante der Solid-Points
  4. Tortie-Tabby-Point: tragen Tabbyzeichnung und Tortiemuster
Siehe auch hier der Rassestandart beim World Cat Federation

Der restliche Körper ist elfenbeinfarben, variiert aber je nach Pointfarbe etwas im Farbton. Die erwünschte Färbung des Rückens, der sogenannte Goldschimmer, ist selten sichtbar. Das natürliche Sonnenlicht schafft die Illusion eines goldenen Schimmers. Künstliche Lichtquellen tun dies allerdings nicht. Als besonderes Merkmal trägt die Birmakatze an den Füßen vier weiße Stiefel, die sogenannten „Handschuhe“. Auf der Rückseite der Hinterbeine bildet das Weiß einen Keil. Diese weißen Spitzen bezeichnet man als „Sporen“.

Im Gegensatz zu anderen Katzenrassen hat es die Birmakatze nicht nötig gehabt, sich vom Typ zu verändern. Die heutigen Birmas sehen noch genauso liebenswert und charmant aus, wie die Birmas in den 30er Jahren. Bei den Farben wurde wohl „modernisiert“, das Gesamtbild jedoch veränderte sich in all den Jahren nicht.

Charakter der heiligen Birma Katze

Doch nicht nur das Aussehen macht diese Rasse so liebenswert – es ist vor allem der Charakter, dessen Faszination kaum einen Birmabesitzer wieder loslässt. Birmakatzen sind sehr anhänglich und menschenbezogen. Unter all ihren „Lieben“ gucken sie sich oft „ihren Menschen“ heraus, zu dem sie ein besonders inniges Verhältnis entwickeln. Diesem Menschen folgen sie dann, hundeähnlich, auf Schritt und Tritt. Sie erwarten ihrerseits natürlich auch entsprechende Aufmerksamkeit. Sie ist sehr kinderlieb und deshalb die ideale Familienkatze. Diese charmante Katze ist sehr sanft und oft bis ins hohe Alter verspielt.
Für das Wohlbefinden der Birma ist Gesellschaft äußerst wichtig. Sollte man seine Birma, z.B. aus beruflichen Gründen, öfter über Stunden allein in der Wohnung lassen müssen, ist es zweckmäßig zwei Katzen zu halten. Ein Spielkamerad tröstet sie dann über die einsamen Stunden hinweg.

Zu anderen Tieren haben sie ein sehr ausgeglichenes Verhältnis. Fremden Menschen gegenüber zeigen sie eine gewisse Gelassenheit. Auch ansonsten ist eine Birmakatze sehr problemlos und unkompliziert – zumindest in den meisten Fällen. Mitunter sind Birmas bei ihrem Speisezettel etwas wählerisch. Sie sind manchmal etwas diffizile Esser. Oft spezialisieren sie sich auf eine bestimmte Futtersorte, und kaum eine Katze gleicht in ihrer Essgewohnheit der anderen.

Zusammengefasst: Birmas sind etwas ganz besonderes! Es sind eben „Heilige Birmakatzen„.

Geschichte und Herkunft der Heiligen Birma Katze


Die Heilige Birma Katze verdankt ihren Namen einer wunderschönen Legende, die – wer weiß das schon genau – sicherlich auch das eine oder andere Quäntchen Wahrheit enthält.

In einem Kloster, das am Abhange des Lugh-Gebirges erbaut war, lebte der sehr ehrfurchtsvolle Kittah Mun Ha, der Großlama, der Ehrwürdigste von allen, dessen goldfarbener Bart vom Gotte Song Hio geflochten wurde. Sein ganzes Leben, alle seine Gedanken, alle seine Blicke waren der Anbetung und der Betrachtung der Göttin Tsun Kyankze´ geweiht; Tsun Kyankze´ war die Göttin mit den Saphiraugen, die Göttin der Seelenwanderung. Sie hatte den Kittahs die Macht gegeben, nach dem Tode in einem geweihten Tier noch einmal zu leben.

Mun Ha hatte einen Kater namens Sinh, der ihm als Orakel diente. Sinh war vollkommen weiß mit gelben Augen, nur Ohren, Nase, Schwanz und die Spitze der Pfoten hatten die Farbe des Bodens – das war ein Zeichen des Schmutzes und der Unreinheit all dessen, was den Boden berührt oder berühren kann.
Eines Abends kamen die feindlichen Phoums, die aus Siam stammten, in die Nähe des heiligen Ortes. Genau in diesem Augenblick starb der Großpriester, bei ihm waren sein Kater und die verzweifelten Kittahs.

Da geschah das Wunder der direkten Seelenwanderung; mit einem Sprung war Sinh auf dem Goldthron und stellte sich auf den Kopf seines in sich zusammengesunkenen Herrn. Es war das erste Mal, dass die Augen seines Herrn nicht mehr auf die Göttin gerichtet waren. Der Kater blieb unbeweglich in Betrachtung der Statue der ewigen Göttin, und plötzlich wurde sein Haar goldgelb, seine Augen tiefblau wie die der Göttin. Während er den Kopf der Südtür zuwandte, wurden seine vier Pfotenspitzen reinweiß bis zu der Stelle die durch die geweihten Gewänder bedeckt war. Seine Augen gingen befehlend von der Südtür zu den Kittahs; diese verstanden seinen Blick und schlossen rasch die schweren Bronzetore, unter denen bereits die ersten Räuber erschienen. Der Tempel war vor der Entweihung und der Plünderung gerettet. Sinh war noch immer auf dem Thron, und am siebenten Tage, ohne eine Bewegung gemacht zu haben, immer die Augen auf die Göttin gerichtet, starb er.

Er nahm die Seele von Mun Ha mit sich, um sie der Göttin Tsun Kyankze´ darzubringen; denn Mun Ha brauchte nicht wieder zu leben, er war vollkommen. Und noch sieben Tage später versammelten sich die Priester vor der Statue der Göttin, um den Nachfolger von Mun Ha zu wählen, und während sie die Göttin anflehten, liefen alle Katzen des Klosters herbei. Alle waren goldgelb geworden und hatten statt der gelben dunkelblaue Augen und sie hatten alle das Zeichen der Reinheit; – die weißen Pfotenspitzen. Lautlos umringten sie den jüngsten Kittah; die in den Katzen verkörperten toten Kittahs hatten auf diese Weise den Nachfolger bestimmt. Stirbt eine heilige Birma Katze im Kloster Lao-Tsun, so ist es die Seele eines Kittahs, die für immer befreit ist und für immer ihren Platz im Paradies von Song Hio, dem Gotte alles Goldenen, einnimmt.

Aber wehe wenn jemand solch eine Katze tötet, er wird gequält, bis die Seele, die in der Katze war, beruhigt ist und ihm verzeiht.

Rohr mit Heiligen Birma Katze
Photo by Max Kleinen

Uns bekannte Heilige Birma Züchter

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