Haarausfall bei der Katze

Das Phänomen Haarausfall bei Katzen trifft bei verschiedenen Jahreszeiten beim Fellwechsel bei Krankheit (z.b. Parasiten oder Hautpilze oder bei einer Futtermittelallergie Nährstoffmängel auf.

Dichtes, seidig-glänzendes und locker fallendes Fell lässt auf eine vitale und gesunde Katze schließen. Wirkt das Fell stumpf, glanzlos und licht, deutet dies auf eine mögliche Erkrankung des Tieres hin. Eine gesunde Hauskatze investiert viele Stunden des Tages in die Fellpflege. Ausgiebig reinigt sie den Pelz mit ihrer rauen Zunge und sorgt für ein gesundes und flauschiges Haarkleid. Neben abgestorbenen Haaren, entfernt die Katze Staub, Dreck und Parasiten vom Deckhaar. Mit ihrem Speichel fettet sie dieses zusätzlich ein und verleiht ihm wasser- und windabweisende Eigenschaften.

Die Säuberung ihres Körpers wirkt stark beruhigend auf alle Samtpfoten. Somit wird ihr mit äußerster Hingabe nachgegangen Auf jedwede Veränderungen in der Fellsubstanz sollte ein Auge geworfen werden. Denn nur gesundes und locker liegendes Fell schützt die Katze vor Kälte, Überhitzung, kleinen Verletzungen und den meisten Parasiten. Dabei ist Haarausfall oder stumpfes Fell keine Krankheit an sich, sondern immer ein Symptom dafür, dass etwas im oder am Katzenkörper nicht stimmt. Als zähe Gesellen zeigen Katzen Krankheitssymptome erst sehr spät. Am Fell jedoch lässt sich gut ablesen, wie es um die Gesundheit des Tieres wirklich bestimmt ist.

Haarausfall Katze

Die Symptome für Haarausfall bei der Katze

Haarausfall geht in der Regel nicht ausschließlich mit dem büschelweisen Verlust einzelner Haare einher, wie ihn Katzenbesitzer vom Fellwechsel kennen. Er kann sich ebenfalls durch vereinzelte dünne oder komplett kahle Stellen bemerkbar machen, welche nicht immer sofort ersichtlich sind. Auch glanzloses, trockenes oder fettiges Fell ist nicht selten mit dem Verlust von Haaren verbunden. Immer dann, wenn das Fell sich zum Negativen hin verändert, oder, vom Fellwechsel abgesehen, büschelweise oder stellenweise ausgeht, kann von krankhaftem Haarausfall gesprochen werden.

Die Ursachen für Haarausfall bei der Katze

Der Fellwechsel

Der Fellwechsel gehört zu den natürlichen Ursachen für Haarverlust bei der Katze. Wie stark dieser auftritt, hängt nicht nur von der Umgebungstemperatur und der Jahreszeit, sondern auch von der Fellbeschaffenheit des einzelnen Tieres ab. Der Fellwechsel findet im Frühjahr und im Herbst statt. Im Herbst beginnt der Katzenkörper mit der Bildung von vermehrter Unterwolle, um sich gegen die kalten Wintertemperaturen zu schützen. Im Frühjahr wirft er das dicke Winterfell wieder ab, um dem leichteren Sommerfell Platz zu machen. Besonders im Frühjahr kann es zu starkem Fellverlust kommen. Der Fellwechsel dauert etwa zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit haaren die Tiere stark, jedoch gleichmäßig. Der natürliche Haarverlust sollte durch tägliches Bürsten unterstützt werden. Kahle Stellen im Fell oder gar halbnackte Tiere sind unüblich und deuten auf einen krankhaften Verlauf hin.

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Parasiten

Bei Parasiten sind typische Anzeichen eines parasitären Befalls der Katze ständiges Kratzen, heftiges Lecken und Bebeißen des eigenen Körpers, Unruhe, schuppige und gerötete Haut, fettendes Fell und auch Haarverlust. Vor allem Freigängerkatzen kommen mit Parasiten in Kontakt, aber auch Wohnungskatzen sind vor ihnen nicht zu 100 Prozent sicher. Zu den häufigsten äußeren Parasiten gehören Zecken, Milben und Flöhe. Während sich die Zecke einmalig festsaugt und nach wenigen Tagen von der Katze ablässt, sind Milben und Flöhe dauerhafte Hausgäste, welche es rigoros zu bekämpfen gilt. Milben lassen sich mit der Lupe als winzige weiße Punkte erkennen.

Flöhe hingegen können bis zu 4 Millimeter groß werden und sind mit dem bloßen Auge zu sehen. Viele Tiere reagieren allergisch auf Flohbisse und kratzen sich wund. 20 Prozent der Flöhe leben auf dem Tier, 80 Prozent in seiner unmittelbaren Umgebung, in Polstern. Um äußeren Parasiten Herr zu werden, muss der gesamte Haushalt regelmäßig, über viele Wochen lang, grundgereinigt werden. Doch auch innere Parasiten können zu Haarausfall und einer schlechten Fellqualität führen. Würmer und Giardien machen sich im Darm der Katze breit und treiben dort ihr Unwesen. Der Katzenkot sollte regelmäßig auf Würmer untersucht werden. Bei einem positiven Befund ist eine Wurmkur angezeigt.

Hautpilze

Ein Hautpilz äußerst sich in der Regel durch starken Juckreiz, schuppige Haut und kreisrunden Haarausfall. Dieser Haarausfall kann überall am Körper auftreten. Schwanz, Rücken, Beine und Kopf sind besonders häufig betroffen. Auch Entzündungen der Haarfolikel und der Krallen gehören zum typischen Symptombild eines fortgeschrittenen Hautpilzes. Ein Hautpilz sollte immer dem Tierarzt vorgestellt werden, zwecks Diagnosesicherung. Dieser wird einen Abstrich der betroffenen Stellen nehmen und ihn auf Hauptpilze testen lassen.

Futtermittelallergie

Eine Futtermittelallergie kann sich durch verschiedenste Symptome äußern. Während die eine Katze unter Durchfall und Magenschmerzen leidet, entwickelt die andere Hautausschlag, schuppiges Fell oder gar kreisrunden Haarausfall. Da ein Allergiebild nicht selten anderen Hauterkrankungen ähnelt, sollte ein Tierarzt auf Ursachenforschung gehen. Viele Katzen reagieren allergisch auf Weizen. Weizen ist in vielen Billigfuttermitteln enthalten. Theoretisch kann die Katze, wie auch der Mensch, auf jeden möglichen Stoff allergisch reagieren. Selbst auf den Bezug ihres eigenen Körbchens.

Zunächst sollte eine Ausschlussdiät durchgeführt werden. Dazu wird nach dem sogenannten Single-Protein-Prinzip gefüttert. Dies bedeutet, dass das Futter einige Tage lang nur eine Proteinquelle enthalten darf, zum Beispiel ausschließlich Huhn. Leckerchen oder andere Lebensmittel sind tabu. Auf diese Weise werden einige Tage lang einzelne Proteinquellen ausgetestet und die Symptomentwicklung notiert. Selbstverständlich ist auch eine Allergie auf Gemüsesorten oder andere Futterzusätze möglich. Genauso, wie eine allergische Reaktion auf ein Waschmittel oder einen Lufterfrischer. All dies muss ausgetestet werden.

Nährstoffmängel oder Nährstoffüberversorgung

So beugen Sie Haarausfall und Fellverlust bei Ihrer Katze vor

Sowohl eine Über-, als auch eine Unterversorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und Fetten kann zu einem Ungleichgewicht und somit zu Hautproblemen und Haarverlust führen. An einer Über- oder Unterversorgung mit Vitalstoffen kann sowohl eine über- als auch eine untergewichtige Katze leiden. Wichtig ist nicht die Menge des Futters, sondern die Qualität. So sollten Katzenbesitzer unbedingt zu hochwertiger Katzennahrung greifen. Eine solche ist für Laien jedoch nicht immer leicht auszumachen und liegt im höheren Preisniveau.

Als Grundsatz sollte sich an der natürlichen Beute der Katze orientiert werden. Katzen sind reine Fleischfresser. Ihre Beute besteht zu 95 Prozent aus Proteinen und nur zu 5 Prozent aus, im Magen ihrer Beute vorverdautem, Gemüse, Gräsern oder Getreide. Als Wüstentiere nehmen Katzen den Großteil der benötigen Flüssigkeit über die Nahrung auf. Ihre Beute enthält rund 80 Prozent Flüssigkeit. Trockenfutter, in der Regel auf Basis von Getreide, ist also nicht artgerecht. Besser wäre Nassfutter auf soeben genannter Zusammensetzung basierend. Da Fertigfutter zu Haltbarkeitszwecken erhitzt wird, sollten die durch Erwärmung verlorengegangenen Vitamine wieder hinzugesetzt werden. Zu den wichtigsten Nährstoffen für Katzen gehört die Aminosäure Taurin. Selbstverständlich gehören chemische Zusätze, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Zucker jeder Art nicht ins Katzenfutter.

Stress und psychische Befindlichkeiten

Stress ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es um gesundheitliche Probleme der Katze geht. Er kann für vielerlei Beschwerden verantwortlich sein. So auch für Haarausfall. Sowohl echte Hauterkrankungen, als auch unruhebedingtes Lecken, können für Haarverlust verantwortlich sein. Fühlt sich die Katze vielleicht einsam? Fand kürzlich ein Umzug statt oder gar ein Besitzerwechsel? Ist ein neuer Artgenosse eingezogen? Oder leidet die Katze unter Ruhemangel, weil ihr Schlafplatz nicht ausreichend vor wilden Kinderhänden geschützt liegt? Stress kann viele Ursachen haben. Bei Haarausfall sollte auch dieser Fakt mitberücksichtigt werden.

Wie wird Haarausfall bei der Katze behandelt?

Die Behandlung des Haarausfalls richtet sich nach seiner Ursache. Zunächst sollte ein Befall mit Parasiten und Pilzen sowohl innerlich, als auch äußerlich ,ausgeschlossen werden. Wird eine Allergie auf Futtermittel vermutet, erfolgt eine Ausschlussdiät. Auch eine Allergie auf Stoffe der Umgebung, wie Putz- oder Waschmittel, ist möglich. Ein Bluttest kann Klarheit über die nährstoffliche Versorgung der Katze bringen. Konnten all diese Faktoren ausgeschlossen werden, so sollte das Umfeld der Katze unter die Lupe genommen und an die Bedürfnisse des Stubentigers angepasst werden.

Wann soll die Katze bei Haarausfall zum Tierarzt?

Vom natürlichen Fellwechsel abgesehen, sollte jede Art von stärkerem Haarausfall vom Tierarzt untersucht werden. Die Ursachen für Haarausfall können grundverschieden sein und sich in ihren Symptomen stark ähneln. Auch können sich mehrere Gründe überschneiden oder einander bedingen. In Eigenregie sollten keine Schlüsse gezogen oder Behandlungen versucht werden. Es sei denn, es handelt sich um ein bereits abgeklärtes Problem, welches chronifiziert auftritt.

So beugen Sie Haarverlust vor:

Es gibt viele Dinge, die Katzenbesitzer tun können, damit es dem Tier gut geht. Zunächst einmal sollte die Ernährung des Tieres stimmen und auf natürlicher Basis erfolgen. Auch eine regelmäßige Testung des Blutes auf eventuelle Nährstoffdefizite kann Aufschluss darüber geben, ob das Tier gut versorgt ist.

Gute Nahrungsergänzungsmittel sind:

Lachsöl

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Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren ideal für den Fell- und Hautaufbau.

Fell-Fit

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Wirkstoffkomplex von Kräutern, Vitaminen, Spurenelementen und Fettsäuren zum Erhalt und Wachstum eines kräftigen, glänzenden Fells

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