Durchfall bei der Katze

Durchfall bei einer Katze sind meist Verdauungsprobleme und treten bei Hauskatzen gar nicht so selten auf. Dabei gehören Katzen zu den reinlichsten Haustieren. Sie stehen unter großem Leidensdruck, wenn die Toilette Dutzende Male am Tag aufgesucht werden muss. Kommt es, neben der breiigen Stuhlkonsistenz, zusätzlich zu Apathie, Unwohlsein oder gar der Beschmutzung des Haushalts, sollten Katzenbesitzer hellhörig werden. Zwar sind die meisten Verdauungsstörungen bei Katzen von harmloser Natur. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten ihre Ursachen jedoch abgeklärt werden. Denn regelmäßiger, oder gar chronischer Durchfall, ist keineswegs auf die leichte Schulter zu nehmen. Er kann ein Symptom ernsthafter Erkrankungen sein, oder unbehandelt zu diesen führen.

Durchfall Katze

Die Ursachen für Durchfall bei der Katze

So vielfältig wie die Lebensweise einer Hauskatze ist, so zahlreich können auch die Ursachen für ihre Verdauungsstörungen sein. In vielen Fällen gehört die falsche Ernährung zu den Hauptauslösern von Durchfall. Doch selbst dann, wenn die Katze mit größtem Bedacht ernährt wird, können eine Allergie oder Unverträglichkeit gegen gewisse Bestandteile des Futtermittels bestehen und für Verdauungschaos sorgen. Etwa dann, wenn Katzen Zugang zu Lebensmitteln gewährt wird, welche für ihren arteigenen Magen-Darm-Trakt unverdaulich sind. Dazu gehören zum Beispiel Milchprodukte aller Art. Je höher dabei der Laktosegehalt, desto wahrscheinlicher folgt breiiger Stuhl nach dem Verzehr. Fehlernährung gehört zu den leicht zu behebenden Ursachen für Durchfall.

Nebst dem Ausschluss einer allergischen Reaktion, kann Durchfall bereits durch die Umstellung auf ein gut verträgliches Futter behoben werden. Aber auch eine zu schnelle Umstellung auf eine andere Futtersorte kann Probleme bereiten. Denn der Katzenorganismus benötigt Zeit, um passende Darmbakterien für die Zersetzung einer veränderten Zusammenstellung des Futters bereitzustellen. Doch nicht immer sind die Ursachen für Durchfall von harmloser Natur.

Besonders Freigängerkatzen, aber auch Katzen, welche in ungesicherten Haushalten leben, können mit vielerlei Giftstoffen, Parasiten, Bakterien und Viren in Kontakt kommen. So produziert der Körper nicht selten flüssigen Stuhl, um etwas Unerwünschtes möglichst zügig herauszuschleusen. Hat die Katze zum Beispiel an giftigen Pflanzen genagt, am Putzmittel geschleckt, einen Fremdkörper verschluckt oder eine Maus gefressen, welche voller Parasiten war, versucht der Körper, diese Art Unrat sowohl zu erbrechen, als auch rasch abzuführen. Eine lebensbedrohliche Vergiftung geht dabei, neben dünnem Stuhl, mit vielerlei anderen Symptomen einher, welche einer sofortigen Behandlung durch den Tierarzt bedürfen. Aber auch der Befall des Darms mit Würmern kann zu Durchfall führen. Neben äußerlichen Einflüssen können auch innere medizinische Ursachen in Form von echten Krankheiten vorliegen.

So führt die Schilddrüsenüberfunktion zu dauerhaft flottem Stuhl, Nervosität und Gewichtsabnahme. Auch Infektionen des Magen-Darm-Trakts, wie zum Beispiel eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, können Durchfall auslösen. Nicht zu vergessen ist der Faktor Stress, welcher sich nicht selten auf die Verdauung schlägt. Katzen, welche konstantem oder vorrübergehendem Stress ausgesetzt sind, etwa durch einen Umzug oder die Vergesellschaftung mit einem neuen Artgenossen, können psychische Beschwerden entwickeln. Diese machen sich, unter anderem, durch Verdauungsstörungen bemerkbar.

Mögliche Ursachen von Durchfall kompakt zusammengefasst:

  • Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit
  • Zu schnelle Umstellung auf eine neue Futtersorte
  • Vergiftung
  • Besiedlung des Darms mit Würmern, Bakterien oder Viren
  • Störungen des Hormonhaushalts, zum Beispiel bei Schilddrüsenüberfunktion
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Stress und psychische Belastungen
  • Nebenwirkungen einer Medikamenteneinnahme, etwa nach Antibiotikagabe

Die Symptome für Durchfall bei der Katze

Die Diarrhö, medizinisch für Durchfall, ist durch eine breiige, wasserhaltige oder komplett wasserlastige Konsistenz des Stuhls gekennzeichnet. Außerdem wird auch bei einer deutlich erhöhten Stuhlmenge von Durchfall gesprochen. Dann etwa, wenn die Katze statt zweimal pro Tag, plötzlich achtmal pro Tag das stille Örtchen aufsucht. Neben dünnem Stuhl können auch Schleim und Blut mit abgehen. Liegt eine umfassendere Erkrankung vor, so sind, neben den offensichtlichen Verdauungsstörungen, nicht selten Verhaltensänderungen zu bemerken. Stöhnt die Katze beim Kotabsetzen, wirkt sie allgemein lethargisch, ist auffällig anhänglich oder abweisend, frisst sie nicht oder schläft deutlich mehr als normal oder entwickelt sie gar Fieber, sind dies Indizien für umfassendere Störungen. Von akutem Durchfall ist die Rede, wenn dieser bis zu zwei Wochen anhält. Über zwei Wochen anhaltender Durchfall gilt als chronisches Problem.

Mögliche Symptome von Durchfall kompakt zusammengefasst:

  • Dünner, breiiger, flüssiger, wässriger, schleimiger oder blutiger Stuhl
  • Deutlich vermehrtes Absetze von Kot
  • Offensichtliche Schmerzen auf der Toilette
  • Verändertes allgemeines Befinden

Wann sollte die Katze bei Durchfall zum Tierarzt?

Nicht jeder Durchfall bedarf einer sofortigen Vorstellung beim Tierarzt. In den meisten Fällen ist dünner Stuhl nur von kurzer Dauer und legt sich nach kurzer Zeit von selbst. Ausschlaggebend für den Tierarztbesuch sind sowohl Dauer und Häufigkeit der Erkrankung, als auch das gezeigte Verhalten der Katze. So sollte der Tierarzt umgehend aufgesucht werden, wenn der akute Durchfall mit weiteren Symptomen wie Erbrechen, Schmerzen, Unwohlsein, Fieber, Apathie oder Blut im Stuhl einhergeht. Auch dann, wenn die Verdauungsbeschwerden länger als zwei Tage anhalten, sich innerhalb kürzester Zeit massiv steigern oder nach kurzer Normalisierung in regelmäßigen Abständen erneut auftreten, ist ein Arztbesuch angezeigt.

Verhaltensregeln bei Verdauungsproblemen der Katze

Diarrhö Durchfall bei Katze

Bei akutem Durchfall sollte die Katze zunächst vor allem viel trinken, um Flüssigkeitsverlust vorzubeugen. Da Katzen als ehemalige Wüstentiere den Großteil ihrer Flüssigkeit über die Nahrung aufnehmen, sollte die Gabe von Trockenfutter eingestellt werden, und Nassfutter mit einem hohen Wasser- und Nährstoffgehalt gefüttert werden. Auch Wasserschälchen sind für die Katze in immer erreichbarer Nähe aufzustellen. Die Katzentoilette sollte möglichst nach jedem Stuhlgang von diesem gereinigt werden. Nicht nur werden durch die konstante Reinigung eventuelle Bakterienherde entfernt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Katze ihre Notdurft in der Wohnung verrichtet, sinkt mit einem sauberen Katzenklo rapide ab. Vor allem in den ersten Stunden des Durchfalls ist es ratsam, die Katze gut zu beobachten. Dies ist wichtig, um den Verlauf der Erkrankung im Auge zu behalten und bei Verschlechterung der Befindlichkeit sofort eingreifen zu können. Freigängerkatzen sollten bis zum Abklingen der Verdauungsstörungen im Haus bleiben. Ein angenehm temperiertes, ruhiges Katzenzimmer ohne Zugluft sorgt für mehr Wohlbefinden.

Hausmittel bei akutem Durchfall

1. Wasserfasten

Beim Wasserfasten sollte die Katze für einige Stunden nichts zu fressen bekommen. Auf diese Weise wird die Verdauung nicht unnötig belastet. Wasser sollte unbedingt in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, damit das Tier nicht austrocknet. Bei starkem Durchfall eignen sich Elektrolyte zur Beimischung ins Wasser, um den Mineralstoffverlust auszugleichen.

2. Schonkost

Stellt sich der Durchfall nach einer gewissen Fastenperiode ein, ist zunächst Schonkost zu füttern. Dazu eignet sich zum Beispiel pures, gekochtes Hühnerfleisch mit weichgekochten Karotten. Es wird in kleinen Portionen gefüttert, um den Magen nicht zu überlasten.

3. Flohsamenschalen

Flohsamenschalen gehören zu den besten Regulatoren einer aus dem Takt geratenen Verdauung. Die kleinen Samen binden große Mengen an Wasser und bilden einen gleichmäßigen Schleimkörper. Dieser schiebt sich nach dem Verzehr durch den Darm und nimmt allen Unrat auf seinem Weg durch den Körper mit hinaus. Solange die Katze unter Durchfall leidet, sollten ihr einmal täglich ein TL Flohsamenschalen, in 40 ml Wasser eingeweicht, unter das Nassfutter gemischt werden.

Wie kann Durchfall bei der Katze vorgebeugt werden?

Hochwertiges und artgerechtes Katzenfutter

Katzen gehören zu den reinen Fleischfressern. Ihre natürliche Beute besteht aus etwa 95 Prozent Protein, 5 Prozent vorverdauten Kohlenhydraten bzw. Ballaststoffen im Mageninhalt, und bis zu 80 Prozent aus Wasser. Nach dem Vorbild einer solchen Nährstoffzusammensetzung sollte die Katze ernährt werden. Große Mengen an Kohlenhydrate können Katzen nicht verdauen. Genauso wenig wie Milch und dessen Produkte. Auch chemische Zusätze, Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Lockstoffe oder Zuckerarten haben im Katzenfutter nichts zu suchen. Was ins Katzenfutter gehört, sind viel Fleisch, etwas Gemüse und die durch den Kochvorgang verlorengegangenen, erneut zugesetzten Vitamine, allen voran die Aminosäure Taurin. Was im Katzenfutter tatsächlich enthalten ist, steht in der offenen Deklaration. Diese sollte die exakten einzelnen Inhaltsstoffe des Futters, am besten mit Prozentangabe, auflisten. Nur dann können sich Katzenfreunde sicher sein, was tatsächlich im Futternapf ihres Lieblings landet.

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Stress vermeiden

Katzen können auf Stress mit Verdauungsstörungen reagieren. Auch wenn sich so mancher Stress, wie etwa durch Besitzerwechsel, Umzug oder den Staubsauger nicht vermeiden lässt: Das Ruhebedürfnis einer Katze ist groß. Der Schlafplatz sollte in einer ruhigen Ecke des Hauses, vor Zugluft geschützt, stehen. Die Katze sollte beim Schlafen grundsätzlich nicht gestört werden. Regelmäßigkeit und Routine, etwa, wenn es um die Fütterungszeiten oder den Freigang geht, geben der Katze Sicherheit und schützen sie so vor Stress. Neben Ruhe, sind auch regelmäßige Spiel- und Kuschelzeiten mit dem Menschenfreund stressreduzierend.

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