Katzenfutter als Mittel gegen Krötenplagen

by admin on 28. Juni 2011

Australische Forscher haben jetzt anhand von Feldversuchen eine Entdeckung gemacht, die für Katzenfutter eine ganz neue Verwendungsmöglichkeit darstellen könnte. Das bisher nur als Futter für die Katze vorgesehene Nahrungsmittel, helfe zudem auch, eingeschleppte Kröten zu bekämpfen und eine Plage durch diese zu vermeiden.

Das Katzenfutter wird dafür an den Rand einer Wasserstelle gelegt, in der sich der Nachwuchs der giftigen Agakröte befindet. Fleischameisen finden wenig später das Katzenfutter und somit auch den Krötennachwus. Die Antwort auf die Frage, warum genau die Agakröte bei der Zweckentfremdung des Futters auf den Präsentierteller soll, liegt in der Verbreitungsgeschichte des Tieres. Die ursprünglich aus Südamerika stammende Kröte kam in den 1930er Jahren nach Australien, um dort gegen Schädlinge auf Zuckerrohrplantagen eingesetzt zu werden. Doch kurze Zeit später breitete sich die Kröte über das gesamte Land aus und wurde somit selbst zum Schädling. Das giftige Tier ist sogar für Schlangen und Krokodile gefährlich.

Die jungen Kröten hingegen sind für Fleischameisen eine ungefährlich Nahrung. Das Gift der Kröten kann den Ameisen in diesem Entwicklungsstadium noch nichts anhaben. Das Experiment der Forscher zeigte schon bald nach Beginn erste Erfolge. Insgesamt 84 Prozent der Jungkröten wurden von den Ameisen angegriffen und der Großteil getötet. Das ölige Katzenfutter ist dabei ein idealer Lockstoff für die Ameisen. Dennoch werden in Zukunft noch weitere Bekämpfungsmittel gegen die Kröte getestet. Die australischen Forscher legen dabei nach eigenen Aussagen viel Wert auf eine ausgeglichene Fauna.

Bildquellenangabe: Mario Spann / flickr

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